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Geschichte

Gemeindewappen:

Beschreibung:
Das Wappen besteht aus einem in Blau schräglinks gestelltem goldenen Streitkolben, dem rechtwinklig ein silbernes Seeblatt an gebogenem Stiel aufgelegt ist.

Begründung:
Im Gebiet der heutigen Gemeinde Pittenhart bestand einst die Hofmark Oberbrunn-Frabertsham, die im 16. Jahrhundert im Besitz der adeligen Familie von Sonderdorf (Wappen: In Blau zwei gekreuzte goldene Streitkolben) war. Größte Grundherrschaft in Pittenhart war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts das Kloster Seeon (Wappen: In Silber ein aus schwarzem Dreiberg wachsendes gestieltes rotes Seeblatt). Das Gemeindewappen von Pittenhart will nun die einstigen weltlichen und geistlichen Herrschaftsträger in ihren heraldischen Symbolen vereinen und kombiniert deshalb Streitkolben und Seeblatt zu einem Wappen.

Geschichte der Gemeinde Pittenhart: Der Name Pittenhart (Bidenhardt) stammt vermutlich von dem Aribonen Boto oder Buto, einem Bruder von Aribo II., der um 1070 als Mitgründer des Klosters in Millstatt gilt und wegen seiner Körpergröße und Heldentaten in den Ungarnkriegen in des Volkes Munde war. Man kann aber auch den keltischen Wassergott Bid als Wortwurzel hernehmen, der im Pittenharter Römerstein vom Jahre 219 n. Chr. als Sanctus Bedaius erscheint. Der Römerstein war bis 1808 an der Südseite der Kirche angebracht.
  Mit der durchziehenden sogenannten "Güldenen Salzstraße" hat die Landschaft einen der ältesten Fernwege als Anschluss an die mittelalterliche Welt. So ist es nicht verwunderlich, das ein Kranz von frühgeschichtlichen Fundstellen die Gegend umgibt. Es wird in Oberbrunn ein kleines Römerkastell auf dem jetzigen Schlosshügel vermutet. Das Kastell ist nicht nachweisbar, jedoch lässt die Römersäule im Kellergewölbe des Schlosses auf eine Besie-delung in der Römerzeit schließen.
924 Erste Erwähnung des Ortsteiles Oberbrunn "Brunn" im Salzburger Urkundenbuch. Der Edelfreie Eginolf und sein Bruder Walther vertauschten mit ihrem Verwandten Erzbischof Odalbert von Salzburg ihren Besitz zu Brunn gegen einen Hof in Ernsdorf bei Prien.
1195 Eine erste Kirche in Pittenhart wird urkundlich erwähnt, als Erzbischof Adalbert III. die Pfarrei Obing auf einer Synode zu Laufen mit allen Zugehörungen an den Abt Alban von Seeon übergab. Zur Pfarrei Obing zählten u.a. die pfarrlichen Rechte zu Pittenhart, Eschenau, Diepoldsberg und die Schloßkapelle zu Oberbrunn.
1428 Neuerrichtung der Nikolauskirche aus Stein. Die alte Kirche war überwiegend aus Holz gebaut.
1530 Aus einem wohl aribonischen Besitz des 10. Jahrhunderts in Oberbrunn, der sich im Spätmittelalter als Gutshof herzoglich bayerischer Beamter darstellt, wurde um 1530 ein Edelsitz. Am Platz dieses Gutshofes entstand um 1530/35 ein Schloss, das gleichzeitig Zentrum einer adeligen Hofmark wurde, die alle Anwesen des Dorfes Oberbrunn einschloss.
1618 - 1648 Im 30-jährigen Krieg kamen die Schweden zwar nicht über den Inn, doch drückte die Abgabe der Schwedensteuer stark und die spanischen Truppen brachten die Pest.
ab 1700 In diesen Jahren verbreiteten die Panduren im Zuge des Spanischen Erbfolgekrieges viel Schrecken und Nöte.
Um 1800 hatte die Gegend unter den durchziehenden napoleonischen Truppen zu leiden. Nur der Ort Aindorf blieb verschont. Zum Dank bauten die Aindorfer 1820 eine Kapelle.
1803 Die Säkularisation brachte den umliegenden Klöstern Seeon, Baumburg, Herren- und Frauenchiemsee die Auflösung. Als Folge entstand die Pfarrei Pittenhart. Diese wurde verwaltungsmäßig dem Erzbistum München-Freising zugeteilt. Die Eschenauer und Diepoldsberger, sogar die Albertaicher Kirche wurden für entbehrlich erklärt. Aus den Bausteinen in Eschenau erbaute man den Pfarrhof in Pittenhart. Die Albertaicher und Diepoldsberger verhinderten den Abriß ihrer Kirchen.
1809 Mit der Gründung der Pfarrei war auch eine Schule möglich geworden. Das Priesterhaus war an die Gemeinde übergegangen, die es als Schulraum benutzte.
1818 Es entsteht im Zuge der Schaffung des bayerischen Zentralstaates mit der Verwaltungsreform durch Minister Montgelas die staatliche selbständige Gemeinde Pittenhart, deckungsgleich mit der Pfarrei. Da sich die Hofmark Oberbrunn wegen der geringen Ausdehnung nicht als Gemeinde eignet, wird sie der Gemeinde Pittenhart zugeschlagen.
1846 - 1848 Die Kirche in Pittenhart wird erweitert. Dieser Erweiterungsbau kam einer Neuerrichtung als Saalraum mit gedrückter Stichkappentonne und Erweiterung nach Westen und Norden gleich. Von der alten Kirche blieben nur das Presbyterium, der Turm und die Grundmauern erhalten.
1903 Neubau eines Schulgebäudes mit 2 Schulräumen und Zimmer für die Lehrer an der Kreuzung Eggstätter Straße / Rosenheimer Straße.
1908 Einweihung der Bahnstrecke von Bad Endorf nach Obing mit Anbindung von Aindorf und Pittenhart-Bahnhof.
1959 Erweiterung der Schule in Pittenhart. Es sind jetzt 4 Schulsäle, ein Werkraum und eine Schulküche vorhanden. Außerdem sind 2 Dienstwohnungen für die Lehrer entstanden.
1978 Zusammenschluß der Gemeinde Pittenhart mit den Gemeinden Obing und Kienberg zu einer Verwaltungsgemeinschaft. Die Selbständigkeit der Gemeinde konnte erhalten bleiben.